13. Juni - Ausstellung – Führung Picasso Picabia. Histoire de peinture

Mittwoch, 13. Juni um 18 Uhr
Musée Granet
Place Saint-Jean de Malte – Aix-en-Provence

 

Ausstellung – Führung

Picasso Picabia. Histoire de peinture

Von Bruno Ely, Chefverwalter des Musée Granet

 

Im Rahmen der Veranstaltungen zu Picasso Méditerrannée präsentiert das Musée Granet seinem Publikum vom 9. Juni bis zum 23. September 2018 die Ausstellung Picasso Picabia. Histoire de peinture.

 

Auf den ersten Blick lediglich verbunden durch ihre gemeinsamen mediterranen Wurzeln, haben der Spanier Pablo Picasso (1881-1973) und der Franzose und Sohn eines kubanischen Vaters (1879-1953) Francis Picabia doch mehr gemeinsam als es die Geschichte vermuten lässt. Dafür gibt es mindestens einen Grund: So unterschiedlich ihre Karrieren waren, so genossen sie doch beide die Freiheit, mit der es im Bereich der Kunst zu experimentieren gilt. Auf diese Weise wirkten beide Künstler einem artistischen Stilbruch bei und erschufen dabei ihre eigenen Marken innerhalb der westlichen Kunst. Durch Picasso und Picabia wurden somit zahlreiche Selbstverwandlungen ins Leben gerufen. Ein Maler, so Picasso, dürfe niemals das tun, was von ihm erwartet wird – der größte Feind eines Malers sei der Stil. Denn Picasso und Picabia setzten ihre Werke nie auf die Art und Weise um, wie es ihr Publikum anzunehmen schien.

 

In genau dieser Fülle präsentiert sich die Ausstellung Picasso Picabia. Histoire de Peinture anhand von knapp 110 Werken. Sie lehnt sich an eine Auswahl an Gemälden, Zeichnungen, Fotografien sowie veröffentlichten und unveröffentlichten, französischen und internationalen Kollektionen. In bemerkenswerten Einheiten zusammengefasst und gleichzeitig chronologisch und thematisch sortiert, steht der gemeinsame Lebensweg der beiden Künstler als Kernelement im Vordergrund der Exposition. Trotz der unmöglichen Ausschöpfung aller Aspekte schafft es Picasso Picabia anhand der extremen Vielfalt der Karrieren beider Künstler einen geschichtlichen Querschnitt durch die künstlerischen Bewegungen des 20. Jahrhunderts zu vermitteln.

 

Dank vielzähliger Werke mit erstaunlicher Ähnlichkeit und zugleich unversöhnlicher Gegensätze – genau wie die gegenseitige Beziehung beider Persönlichkeiten –, wird die Ausstellung mit den Anfängen des Kubismus gegen 1907 eröffnet, greift dann die orphische Abstraktion, die Ästhetik des Readymade und der Maschine, die Rolle der Fotografie, neoklassizistische Zeichnungen sowie den Surrealismus auf. Aber auch der Rückgriff auf die 1930er und 1940er Jahre, in denen die plastischen Gegensätze ihrer Werke genauso präsent waren wie ihre jeweiligen politischen Einstellungen, spielen eine zentrale Rolle. Abgeschlossen wird die Exposition durch Werke aus ihren letzten Lebensjahren – 1953 als jenes Picabias und zwanzig Jahre später, 1973, jenes Picassos.

 

Beauftragte der Ausstellung: Aurélie Verdier, Verwalterin des Musée National d’Art Moderne, MNAM-Cci, Centre Georges Pompidou und Bruno Ely, Leiter und Chefverwalter des Musée Granet.

 

Wir haben die Ehre, eine persönliche Führung mit Bruno Ely, dem Beauftragten der Ausstellung sowie Leiter und Chefverwalter des Musée Granet, anbieten zu dürfen.

 

Kontakt

Tel | E-mail

+33-(0)4 42 21 29 12 info@cfaprovence.com

Adresse

19, rue du Cancel 13100 Aix-en-Provence

Öffnungszeiten

Montag - Freitag : 10:00-12:00 Uhr | 14:30-17:30 Uhr