Bundestagswahl 2017

Eine Angelegenheit, die nicht nur Deutschland, sondern auch uns und ganz Europa betrifft ist die bevorstehende Bundestagswahl in Deutschland am 24. September. Wie ihr vielleicht wisst, gibt es zwei Spitzenkandidaten, welche die zwei führenden Parteien in Deutschland vertreten. Da hätten wir einmal die amtierende Bundeskanzlerin Angela Merkel, welche der Union der CDU und der CSU angehört und der Überraschungskandidat Martin Schulz, zugehörig der SPD. Wir wissen nicht, inwiefern ihr bereits gut oder weniger gut über beide Kandidaten informiert seid, also hier ein paar Infos zu Frau Merkel und Herrn Schulz:

Angela Merkel übt das Amt der Bundeskanzlerin jetzt nun schon seit 12 Jahren aus, womit sie zu einem geringen Anteil der bisherigen deutschen Bundeskanzler gehört. In diesen 12 Jahren hatte sie auf jeden Fall genug Zeit und Gelegenheiten wichtige und bereichernde Erfahrungen zu sammeln. Diese würden ihr auch in der nächsten Amtsperiode, in der alles noch komplizierter zu werden scheint, sehr nützlich sein und werden deshalb vom deutschen Volk besonders geschätzt. Darin findet sich auch einer ihrer größten Vorteile gegenüber Martin Schulz, der bisher nur eine einzige Führungs- bzw. Regierungsposition aufweisen kann, nämlich das Bürgermeisteramt in Würselen. Dazu kommt noch, dass es Deutschland momentan gut geht. Die gute wirtschaftliche Entwicklung, die sich seit Merkels Amtsantritt verzeichnen lässt, und die Krisenstimmung, welche momentan auf der internationalen Ebene der Politik herrscht, stärken Merkel die Seite. Mit ihrem hohen Ansehen auf internationaler Ebene und der Tatsache, dass Menschen in Krisenzeiten eher am Bestehenden festhalten, verschafft sie sich bei den Wählern ein großes Plus, denn wer weiß nicht gerne, was man davon hat, wenn man sich für etwas entscheidet? Doch sollte man Martin Schulz keineswegs als Gegner unterschätzen. Er präsentiert sich nicht nur als “Mann des Volkes“, sondern ist auch noch ein guter Rhetoriker, der genau weiß, wie er seine Zuhörer bewegen und begeistern kann. Durch sein Dasein als ehemaliger Alkoholiker und Arbeitsloser sammelt er nicht nur viele Sympathiepunkte, sondern vermittelt zudem den Eindruck aus Wählerperspektive als Bundeskanzler agieren zu können. Des Weiteren gilt Schulz als unverbraucht. Von ihm wird erwartet, dass er frischen Wind in die SPD und die Bundespolitik bringt.  Dabei wird er mit voller Kraft von seiner Partei unterstützt, woran es Merkel momentan eher mangelt.

So hat jeder der beiden Kandidaten seine Vorteile gegenüber dem anderen, aber auch ein paar Angelegenheiten, die ihm zur Gefahr werden könnte. Bei Merkel handelt es sich hierbei um den schon erwähnten bröckelnden Rückhalt der Partei, aber auch um ihre Flüchtlingspolitik, durch welche sie viele konservativere Wähler verloren hat, ihr mangelndes Redetalent und der Ermüdungseffekt, der nach 12 Jahren Amtszeit eintreten könnte. Schulz hingegen könnte sein Einstehen für ein bürgerfernes und elitäres Europa zum Hindernis werden, da dem viel Ablehnung begegnet. Außerdem hat die SPD kaum Machtoptionen, wenn sie nicht als stärkste Partei aus der Wahl hervorgeht, und Abgrenzungsproblem seitdem die CDU unter Merkel wieder weiter nach links gerückt ist.

Es gibt durchaus noch viel mehr Vergleichspunkte, doch sollte das erst einmal genügen um euch einen gewissen Vorgeschmack auf die Bundestagswahl 2017 zugeben.

 

Wir hoffen, ihr seid genauso gespannt auf das Ergebnis des kommenden Sonntags!

Von Klara Rüsing