Krieg und Frieden im Kontext des Ersten Weltkriegs. Vom Schützengraben hin zu einem vereinten Europa

Die 2014 begonnene Auseinandersetzung zum Thema 1. Weltkrieg in Form eines Geschichtswettbewerbs, wie in den Jahren 2014/15 („Europa auf dem Schlachtfeld – was bleibt uns vom ersten Weltkrieg?“) und 2015/16 („Verdun – Eine Erinnerung?“), wird nun auch im Schuljahr 2017/18 unter dem Thema „Vom Schützengraben hin zu einem vereinten Europa“ fortgesetzt.

Organisiert wird das Projekt vom EUSTORY-Netzwerk in Kooperation mit der Fédération des Maisons Franco-Allemandes, der Mission du centenaire de la Première Guerre mondiale, dem Konsortium deutsch-französischer Institutionen, den französischen Geschichtsverband, dem Deutsch-Französischen Jugendwerk und dem Goethe Institut.

Bei dem Wettbewerb handelt es sich um einen Geschichtswettbewerb an den Schüler und Schülerinnen jeglicher Schulformen von der 8. bis zur 12. bzw. 13. Klasse in Frankreich und Deutschland teilnehmen können und dessen Preisträger an den History Camps der Körber-Stiftung teilnehmen können.

Die Aufgabe der Schüler besteht darin sich mit Friedensvorstellungen vor, während und nach dem zweiten Weltkrieg zu befassen, indem sie sich mit Quellen befassen und aktuelle Fragen zum Frieden in Europa mit einbeziehen. Dabei haben sie die Möglichkeit mit französischen Partnern, wie zum Beispiel einer französischen Partnerklasse, zusammen zu arbeiten, was allerdings nicht erforderlich für das Einreichen eines Beitrags ist. Des Weiteren steht es den Schülern frei ob sie ihre Beiträge in Einzel- oder Gruppenarbeit bzw. als Klassenprojekt erarbeiten wollen, ebenso wie das dabei verwendete Medium (Radio, Blog, Film, Collage usw..). Dies darf ebenfalls in Zusammenarbeit mit Geschichts-, Musik-, Kunst- oder Sprachlehrern erfolgen. Die Beiträge müssen bis zum 25. März eingereicht werden und werden im Folgenden von einer deutsch-französischen Jury bewertet, wobei die besten mit Preisen wie die bereits oben erwähnten History Camps prämiert werden.

Im Sinne des Wettbewerbs ist nicht nur das Erfassen der besten Beiträge, sondern auch das Verfolgen verschiedener pädagogischer Ziele. So soll er die Schüler dazu anregen sich mit der lokalen und der Familiengeschichte auseinanderzusetzen und ein Verständnis für geschichtliche Zusammenhänge zu entwickeln, aber sie auch zum Recherchieren und Entdecken einladen, indem sie mit unterschiedlichen Quellen wie Archiven, Befragungen ihres familiären Umfelds, und historischen Gebäuden, Denkmälern, Museen und ähnlichem in ihrem Umfeld arbeiten. Außerdem sind neben den Schülern auch die Lehrer zum informellen Austauschen eingeladen, wenn sie Projekte in Partnerarbeit mit französische bzw. deutschen Klassen durchführen.

Das EUSTORY-Netzwerk, das, wie bereits oben erwähnt, für die Durchführung des Geschichtswettbewerbs zuständig ist, ist ein informelles Netzwerk von zivilgesellschaftlichen Organisationen aus über 20 Ländern Europas, die nationale Geschichtswettbewerbe ausrichten. Es wurde 2001 von der Körber-Stiftung ins Leben gerufen und dient dazu die Notwendigkeit der kritischen und unabhängigen Beschäftigung mit der Vergangenheit im Hinblick auf eine gemeinsame europäische Zukunft zu unterstreichen.

Klara Rüsing