Konferenz: Islam und Europa – Zwischen Vergangenheit und Gegenwart

Dienstag, 21. März von 18-22h00
Institut Culturel Italien
6, rue Fernand Pauriol – Marseille 5ème

Europa und der Islam: Spiegelbild der französischen Spannungen und Träger einer neuen demokratischen Hoffnung

Die „muslimische Frage“ ist allgegenwärtig in unserer Gesellschaft und füllt politische, mediale und intellektuelle Debatten.  Das Thema fungiert als Auffangbecken für Ängste und nationale Spannungen sowie für Hoffnungen gegenüber einer ungewissen Zukunft.

Diese französische Sicht spiegelt allerdings nur einen Teil der Realität wieder. Zum einen, weil diese leidenschaftliche Debatte um den Islam sich längst nicht nur auf Frankreich begrenzt, sondern mittlerweile auch auf europäischer Ebene diskutiert wird. Zum anderen, weil Muslime in vielen Ländern Teil der nationalen Gesellschaft geworden sind (in Frankreich, Deutschland, Italien, Belgien, Spanien, …) und sich damit auch in den europäischen Raum integriert haben. Europa tritt damit gleichermaßen als Spiegel der nationalen Spannungen, aber auch als Raum für ein neues gesellschaftliches Projekt auf, in welchem Menschen muslimischer Kultur und/oder Religion zu der Erfindung einer „neuen Gesellschaft“ beitragen.

Die Konferenz hat zum Ziel, Historiker, Soziologen, Islamwissenschaftler und Politologen aus Frankreich, Deutschland und Italien zusammenzubringen, um über die Zukunft der „muslimischen Frage“ im europäischen Raum nachzudenken, wobei jedoch zur aufgeladenen aktuellen Lage Abstand gehalten wird und eher eine sozio-historische Perspektive privilegiert wird. Aus Deutschland nimmt Schirin Amir-Moazami von der Freien Universität Berlin als Referentin teil.