Mittwoch, der 21. Februar - Kinoclub : Zyklus : « Filme über Frauen oder von Frauen » Hannah Arendt

Mittwoch, 21. Februar um 18 Uhr
Amphithéâtre Cassin
Sciences Po Aix
25, rue Gaston de Saporta - Aix-en-Provence

Kinoclub : Zyklus : « Filme über Frauen oder von Frauen »

Hannah Arendt 

De Margarete von Trotta, 2013 V.O.S.T.FR

  1. Hanna Arendt ist eine respektiere amerikanische Philosophin, die als Jüdin mit deutschen Wurzeln im Jahre 1933 aus dem Nazi-Deutschland floh. Auf ihre Anfrage wurde sie vom New Yorker nach Jerusalem geschickt um vor Ort bei dem Prozess von Adolf Eichmann, Kriegsverbrecher der Nationalsozialisten, der für die Deportation von Millionen von Juden verantwortlich war, zu assistieren.

Ihre Lektüre über den Prozess; Eichmanns Persönlichkeit und Motivationen, ihre Aufdeckung der Kollaboration der Judenräte mit den Nazis brachten ihr viel Missbilligung und Zurschaustellungen von Feindseligkeit, nicht nur von Überlebenden der Shoah, sondern auch von Nahestehenden ein. Kurt Blumenfeld und Hans Jonas werfen ihr vor allem Arroganz und Gefühlslosigkeit vor. Und trotz der Klarheit und Bekräftigung der kleinen Unterschiede ihrer Betrachtung – sie sagt, sie habe einerseits versuchen wollen die Banalität Eichmanns Person mit der Reichweite seiner Verbrechen zu versöhnen und sich andererseits die Existenz einer dritten möglichen Spur zwischen Kollaboration und Widerstand für die Judenräte vorstellen wollen - , stößt die Strenge ihrer Gedanken auf die Verständnislosigkeit vieler Menschen und treibt ihre Isolation an.  

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